Journal

Uncategorized 13/10/2017

Ein Journal [ʒʊrˈnaːl] (von frz. journal [ʒʊrˈnal] = Zeitung, Tagebuch) ist ein dem Magazin ähnliches journalistisches Produkt, eine Art Notizbuch, und laut Duden (gehoben, veraltet) eine bebilderte Zeitschrift unterhaltenden oder informierenden Inhalts. Zum Beispiel: ein Journal für Mode oder Kunst.
Dieses Journal ist eine Porträtgalerie in Form eines zeitgenössischen Magazins, das kulturschaffende Frauen und ihr berufliches Umfeld der Öffentlichkeit vorstellt. Netzwerke bestehen aus Menschen. Und der Frankfurter Kranz zeigt was er hat – inspirierende Projekte und gute Ideen interessanter und engagierter Frankfurterinnen aus kulturellen Berufen.

Das Journal ist eine Kooperation von Sonja Müller (Text) und Sandra Mann (Photographie).

Jodlklub

Uncategorized 12/10/2017

Johanna Milz, Elisabeth Gabriel und Liese Lyon sind der Jodlklub. Sie singen gemeinsam österreichische Volkslieder. Aber sie machen keine Volksmusik. Sie treten bei Ausstellungseröffnungen auf, in einem Stuttgarter Kellerclub für experimentelle Musik oder im Frankfurter Yachtclub.

Alle drei arbeiten am Theater. Alle drei haben österreichische Wurzeln, aber kennengelernt haben sie sich erst in Frankfurt. Wie sind die Drei – eine Dramaturgin, eine Regisseurin und eine Schauspielerin – dazu gekommen gemeinsam zu jodeln? Liese Lyon versteht sich als Initiatorin des Jodlklub. Sie kam vor genau zehn Jahren aus Wien nach Frankfurt. Hat sich umgehört, bekam Tipps, wen sie unbedingt kennenlernen sollte. ‚Ich habe mir immer gedacht – man könnte sich doch einfach an die Straßenecke stellen und singen. Warum tut man das nicht?’

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Anja Czioska

Uncategorized 13/08/2017

Zu Besuch bei Anja Czioska. Wir beginnen mit dem Interview, Anja lackiert sich die Fußnägel.

Time ist money – man macht immer alles gleichzeitig!

Anja Czioska ist eines der besten Beispiele für die Vielfältigkeit Frankfurts kulturschaffender Frauen. Städelschülerin in der Klasse Peter Kubelka (Film und Kochen) und Meisterschülerin von Kasper König, hat die Filmemacherin seitdem auch tausend andere Sachen gemacht. Durchaus auch gleichzeitig.

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Sabine Eilers

Uncategorized 17/02/2017

Man muss kreativ arbeiten, sich selbst treu bleiben und zugleich wirtschaftlich denken

Zu Besuch in der Designerie in der Brückenstrasse. Wir kennen uns schon eine ganze Weile. Anfangs, noch im Atelierfrankfurt, war es zunächst noch kein Thema für Sabine Eilers einen eigenen Laden zu eröffnen. Dann ist sie umgezogen. Zunächst in die Innenstadt, in die Klingerstrasse, und dann weiter in die Brückenstrasse in Sachsenhausen. ‚Die Zeit war reif es mal auszuprobieren. Ich habe viele alte Stoffe und brauche einfach viel Platz. Der Laden in der Klingerstasse war hell, zentral und hatte in großes Lager.’ Was hat sich verändert mit dem Umzug in die Brückenstrasse? Kommt ein anderes Publikum? ‚Ja auf jeden Fall. In der Klingerstrasse gab es kein Laufpublikum trotz der zentralen Lage. Als erster Schritt war das okay. Und dann war zufällig der kleine Laden in der Brückenstrasse zu vermieten. Der Laden wird gut angenommen. Aber es ist etwas ganz anderes, auf jeden Fall. Und manchmal trauere ich der alten Zeit auch ein bisschen hinterher, weil ich viel freier war. Ich bin jetzt an die Öffnungszeiten gebunden, das fällt mir manchmal schwer.’

Ich bin kein planender Mensch. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen. Ich glaube, dass ich eine gute Intuition dafür habe, was wann richtig ist

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Dana Zeisberger

Uncategorized 03/02/2017

Das spannende ist, dass man nie weiß was passiert

Zu Besuch bei Dana Zeisberger im Gallus. Ihr Atelier liegt in einem Hinterhof unweit der Galluswarte. Türkische Gemüsehändler preisen ihre Ware an, verschleierte Frauen eilen vorbei, die Straßenbahn klingelt. Dana Zeisberger teilt ihr Atelier mit einem Kollegen, der aus den unterschiedlichsten Materialien und Fundstücken Lampen baut. Wir sitzen im idyllischen Hinterhof, über uns ein riesiger Feigenbaum.

Dana Zeisberger ist bildende Künstlerin. Sie hat bei Thomas Bayerle an der Frankfurter Städelschule studiert und arbeitet heute auch als Kunstpädagogin für die Altana Kulturstiftung und die Freie Kunstakademie Frankfurt. Und – vor allem – als Kunsttherapeutin am Universitätsklinikum Marburg auf der Palliativstation und an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie sowie im Hospiz in Marburg und freischaffend in Frankfurt.

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Sandra Mann

Uncategorized 03/02/2017

Kreativität heißt, Lösungen finden, wie man sein Leben gestalten kann

Die Begrüßung wird von lautem Bellen begleitet. Panzer kenne ich schon länger, Mañana und Juni gehören auch zur Podenco-Familie, und da wäre natürlich noch Pepe, der grüne Leguan. Er ist schon 22 Jahre alt, bewegt sich wenig und manchmal kippt er von seinem Stamm. Sandra Mann ist eine der Kolleginnen, mit denen man sofort mitten im Thema ist. Es gibt einfach zu viel zu berichten und zu tun, als dass man viel Zeit verlieren möchte. Kaum habe ich das Atelier in Frankfurt-Fechenheim betreten, sind wir auch schon in einer Diskussion über die Strukturierung der neuen Internetseite verstrickt. Eigentlich ist das Medium Internet ideal, um die Komplexität einer Künstlerin wie Sandra Mann zu kommunizieren. Fotografin, Künstlerin, Kuratorin. Zudem die Lehrtätigkeit an der European School of Design und die zahlreichen Publikationen (in der Regel mit eigenen Texten und selbstverständlich selbst gestaltet.)

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